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Ein Wochenende
in der Meierei
 
 

 

Hi Sternchen, wir waren gestern noch in der Meierei....

Das ist ein ganz nettes Cafe inmitten des Wiener Stadtparks - jedenfalls tagsüber. In der Nacht ist es ein Party-Tempel mit vieeeel LAUTER Musik, vielen Städtern (da ich ja vom Lande bin) und - natürlich - auch einigen interessanten Typen....

Tja, "dank" des furchtbar interessanten Publikums und der Tatsache, dass man sich ins Ohr schreien musste, verliessen wir nach einem "Long Island Tea" den Ort des Geschehens und zogen uns in die Innenstadt zurück.

Beim raschen Eilen durch den leichten Nieselregen, wobei wir geschickt die natürlichen trockenen Zonen, die durch Übderdachungen und klassistische Erker sich ergeben hatten, ausnutzten, führten wir auch eine kostenlose Darbietung von "I'm Singing in the Rain" vor.

Zum Glück haben die Wiener gute Fenster, denn so hat uns niemand gehört (oder brauchte zu lange um das Fenster zu öffnen, bevor er die kleinen Nettigkeiten, für die das Wiener Herz ja so berühmt ist, uns, den musizierenden Gesellen, mit freundlichen und wohlgesetzten Worten zur Kenntnis zu bringen. [z.B. geh scherts Euch weida, ös hadalumpate wappla. des is RUHESTÖRUNG.....] und wir konnten unseren Kurs zielstrebig wie einst Odysseus, der Nemo der Meere, fortsetzen und landeten schlussendlich, nach einer viel kleineren Odyssee, genaugenommen nach ca. 7 Minuten (nicht Jahren) in einem heimeligen Club, der den Namen einer fremden Stadt trägt.

Der Patron des Hauses, ein fremdländisch sprechender, gutgekleideteter Mann mit sonorer Stimme, lud uns inzwischen leicht feuchte (nein, nicht hinter den Ohren!), also vom leichten Wiener Nieselregen tendenzielle lokal humid gewordenene Bürger Österreichs, ein, in seinem Lokal Platz zu nehmen.

Diese Freundlichkeit, verbunden mit der Aussicht auf ein warmes und trockenes Plätzchen war uns die Kleinigkeit von 95 ATS Wert, wenngleich es doch nicht hätte sein müssen, so dacht' ich mir. Im fahlen Schein der im Lokal befindlichen Lampen suchten wir uns den Weg zur Bar, um dem die Gegebenheit, an einem so netten Ort zu sein, die gleich mit geistigen Flüssigkeiten, die die Kehle hinunterrinnen und dort zusätzliche wohlige Wärme bereiten, zu finden.

Schliesslich war ich dann gegen sechs Uhr morgens zuhause und fiel in die weichen Federn meines Bettes.....

Liebe Grüsse

Almi

 

 
 

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