Home Poems Histories Letters Info Stars of Mythologie Visitors' Book News

 

Letters Index

 

Vergebung und Versöhnung

Weil mein Herz dich nie mehr vergisst - Vicky Leandros

 

Vergebung und Versöhnung brechen den Fluch der vergangenen 10 Jahre.

Doch nicht immer kann verziehen werden, und es gibt Unverzeihliches, das niemals vergessen werden darf.

Ich habe mich von Deinen Verletzungen getrennt, die Du verursacht hast, und Du musst in der Folge wohl eingestehen, dass Du nichts mehr in Ordnung bringen kannst.


«Die Zeit heilt Wunden»?

Es trifft insofern zu, als nach einer gewissen Zeit die Versöhnung leichter fällt. Doch sie macht nichts ungeschehen.

Es war in der Vergangenheit oftmals möglich, sich zu versöhnen, so dass verziehen und vergessen worden wäre.
Die Zeit, in der verzeihen überhaupt möglich war, ist aber jetzt vorbei.

 

<<Du willst nur um Entschuldigung bitten>>?


Dies würde voraussetzen, dass Du in Dich gehst und Deine Handlungen in Gedanken, Worten und Werken mir gegenüber grundlegend überdenkst.
Dieses habe ich verlangt - deine Schuldanerkennung.


Und diese kann eine Voraussetzung sein, dass Deine Kinder feststellen könnten: "Mutter und Oma haben sich wieder versöhnt".


Deine Schuld ist damit aber nicht vergeben und schon gar nicht getilgt.


Wenn Du anerkennst, Unrecht getan zu haben, und das Du mich um Entschuldigung bittest, würde ich das nicht abschätzig abtun, sondern gleichsam als Sinnesänderung akzeptieren.


Die "Umkehr deines Denkens" umfasst nicht nur im Denken sondern in der ganzen Existenz, was die Veränderung Deines Verhaltens vor allem, aber auch gegenüber Gott, neues Vertrauen zu ihm ebenso einschließt wie die Abkehr von allen bösen und widergöttlichen menschlichen Neigungen und Schwächen.


Es drängt sich mir aber der Gedanke auf, dass Dein nicht eingestandenes Schuldeingeständnis und Bitten um Entschuldigung nur leere und bequeme Formeln sind, zu denen Du greifst, um nicht zur Verantwortung gezogen zu werden.

Sie sind insofern auch kalkulierte Heuchelei.
Dennoch würde ich bei Deiner Schuldanerkennung ein positives Moment anerkennen.

 

Ich weiss, dass Gott Dir auch die grössten Fehler vergibt, wenn Du "aufrichtig darum bittest". Der erste Schritt zur Verzeihung ist daher die Konfrontation mit der eigenen Schuld.


Ohne dieses “in sich Gehen" gibt es kein Seelenheil für Dich.


Es ist nötig, auch wenn es sehr schmerzhaft ist.


23. Oktober 2008

 

 

 

 

Letters Index

Copyright © Stern von Mykonos 2003