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Vom
Reden und Töten
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In Millionen von Augen spiegeln sich die Bilder blanken Entsetzens, unfaßbarer Wirklichkeit, um sich greifender Hilflosigkeit. Millionen von Augen spitzen sich zu messerscharfen Schlitzen. Die weltweite Interventionsmacht schreitet zu monumentalem Aktionismus. Der Bündnisfall wird zum Placebo der kochenden Volksseele. Das Weiß der Augäpfel taucht in die Farbwelt des Terrors. Im glühenden Sturm nach Vergeltung verdunsten die Tränen der Trauer. Der Sog der Raketen bombt sie in die Köpfe der Feinde. Und wieder sind Millionen von Augen mit Tränen gefüllt. Die Staubwolke New Yorks hält uns alle in Atem. Sie ist das weltumspannende Leichentuch- über jener grenzenlosen Freiheit, gewebt aus Wahn und Haß, protegiert und mißbraucht von Geld und Macht. Darunter ist es finster geworden. Die Eindrücke jener Augenblicke haften an uns wie ein schlechter Traum, der überall hin folgt. Er schreit uns an, aus Zeitungen und Illustrierten, tönt aus Lautsprechern, flimmert von den Mattscheiben. Die lähmende, aufdringliche Wirklichkeit hat Besitz von uns ergriffen. Wir können sie nicht abschütteln, aber wir können daraus Erwachen. Erwachen mit wachen Augen und wachem Verstand. Um den Terror aus der Welt schaffen , genügt es nicht seine Anführer und Kommandotruppen zu liquidieren, vor allem sind seine politischen, sozialen und finanziellen Quellen zum Versiegen zu bringen. Der Gutenmorgensonnenstrahl Fischbach, den 20.09.2001 |