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Die vier Edlen Wahrheiten |
Das
Lebensrad:
Der
3. Kreis Die Welten
Mit 29 Jahren zog er von seinen Eltern und seiner Frau, mit der er einen Sohn hatte, fort, da ihn das Leben mit der Üppigkeit und dem Luxus, wie es in seiner Schicht geführt wurde, nicht als das Wahre erschien. Auf seiner Suche nach Erlösung wurde er erst zum Bettelasket, und zog als solcher sieben Jahre durch die Länder. Dabei fast verhungert und schon im Sterben liegend spürte er, daß ein solches Leben nicht die Erleuchtung herbeiführen kann und er begann sich wieder zu regenerieren, nahm Nahrung auf und wurde gesund. Im Nachdenken über die Welt und die Geschehnisse fand er dann im Schatten unter dem legendären Feigenbaum sitzend Erleuchtung. In diesem Zustand deckte er die Bedingungsfaktoren menschlichen Daseins auf. Seine Einsicht in die Entstehung von Leid und dessen Auflösung teilte er fünf Freunden und Mitgliedern seines Asketenordens mit und gründete seinen neuen Orden. Gemeinsam zogen sie werbend und lehrend durch Nordindien, wo Siddhattha in Kusinara um 480 v.Chr. starb. Im späteren
Verlauf und der Entwicklung der buddhistischen Religion teilten sich
viele Gruppierungen von den Kernaussagen und der Grundphilosophie ab.
Geschichten um die Geburt und das Sterben von Buddha wurden erfunden.
Sein Leben und der Vorgang der Erleuchtung wurden ausgeschmückt.
Grund hierfür war sicher die Konkurrenz zu den anderen Religionen,
mit denen es der Buddhismus aufnehmen mußte. Der zum Beispiel
sehr farbenprächtige Hinduismus. Den neuen Mitgliedern mußte
etwas in die Hand gegeben werden, um auch ihre Religion in das begreifbare
Leben mit einzubringen (z.B. das Vajra).
2.) Die Wahrheit von der Entstehung des Leidens aus dem selbstsüchtigen Begehren oder dem »Durst«, unserem eigenen wie auch dem Anderer. 3.) Die Wahrheit vom Aufhören des Leidens, das heißt vom völligen Erlöschen des Leidens, das gleichbedeutend ist mit Erleuchtung, Buddhaschaft. 4.) Die Wahrheit von dem Weg, der zum Aufhören des Leidens führt. Der edle Achtfältige Pfad. Im Buddhismus
werden diese vier Punkte gleichsam symbolisch dargestellt und charakterisiert:
Dies
sind die drei großen Symbole im Buddhismus, die nun im einzelnen
aufgeführt werden sollen. Es ist allerdings dabei zu beachten,
das Buddhismus, wie jede andere Religion auch, nicht als ein theoretisches
Konstrukt verstanden werden soll, sondern gelebt und erfahren werden
muß.
Wichtig ist hier, nicht den Verstand als letzte Konsequenz zu sehen, sondern als ein Werkzeug, mit dem wir unsere Bewußtheit aufschließen. Im Japanischen bedeutet das Wort für VERSTEHEN (wakaru) eigentlich getrennt. Denn um etwas mit dem Verstand erfassen zu können, benötigen wir immer drei Ebenen: 1. Die
subjektive Wahrnehmung, mit der ich mich erkenne. Erkenntnis ist der Abstand zwischen dem Subjekt und dem Objekt. in der Kabbala heißt es dazu: Ehejeh ascher Ehejeh. Ich bin (Subjekt) der ich bin (Objekt). Und so
heißt es im Islam: Ich
war ein verborgener Schatz und wollte erkannt werden; also
erschuf ich die Welt.
1.Kreis In der Mitte, der Narbe, wo die treibende Kraft ansetzt, sind ein Hahn, eine Schlange und ein Schwein abgebildet. Die drei Tiere beißen sich in die Schwänze. Dies soll den engen Zusammenhalt zwischen den einzelnen Eigenschaften, welche die Tiere verkörpern, andeuten. Der Hahn: Er steht für Gier und die neurotische Begierde. Das Verlangen, Dinge zu besitzen, um sie zum Teil seiner eigenen Persönlichkeit zu machen (Identitätssicherung). Wenn diese Gier unbefriedigt bleibt, kann eine Begierde nach Nicht-Sein entstehen, erwachsen aus dem Gefühl alles Begehrenswerte niemals bekommen zu können. Auch steht er für Begierde nach Liebe, Anerkennung, Bewunderung und für Bedürfnisse wie Sexualität. Die Schlange: Sie steht für Haß. Wir hassen, was wir als Bedrohung unserer Ich-Gefühle ansehen. Haß wird meist an unbelebten Dingen ausgelassen, richtet sich aber oft gegen Lebewesen, Menschen. Das Schwein: Es symbolisiert die Verblendung. Wir weigern uns oft, uns einer weitere Perspektive von Wahrheiten zu öffnen. Die Ge-fahr, dabei das Ich zu verlieren führt zur Angst und Bodenlosigkeit. Die Furcht vor dem Ich - Tod läßt uns an der Person klammern. Gier, Haß und Verblendung halten also das Rad in Bewegung. Um aber von der kreisenden zu einer aufsteigenden Bewegung zu gelangen, muß man die drei Eigenschaften in andere Qualitäten umwandeln. Diese sind Großzügigkeit, Freundlichkeit und Geistesklarheit. Letztere führen vom Rad weg und den Spiralenpfad der Evolution hinauf. 2.Kreis Der zweite Kreis setzt sich aus zwei Halbkreisen zusammen. Der eine ist schwarz. In ihm stürzen von Dämonen verfolgte Lebewesen hinab. Die andere, weiße Hälfte ist von den aufsteigenden, verdienstvollen Wesen angefüllt. Sie haben sich mit Meditation, der Verehrung des Buddhas und durch Mildtätigkeit ausgezeichnet. 3. Kreis Der dritte Kreis ist in sechs Ebenen unterteilt.
4. Kreis Der Außenring besteht aus zwölf zyklischen Gliedern in der Kette des bedingten Entstehens. Stationen, die im Kreislauf von Geburt und Tod durchlaufen werden. Umschlossen wird Das Rad des Lebens vom Dämon der Vergänglichkeit. Nichts, was bedingt ist, darf zur Ruhe kommen. Um nun
diese sechs Ebenen verstehen zu können, muß man wissen, daß
die buddhistische Philosophie fünf Stufen oder Ordnungen des bedingten
Geschehens umfaßt.
2.) Organische Stufe. Hiermit ist die Welt gemeint, mit der sich die Biologie befaßt. 3.) Psychische Stufe. Es ist die Bewußtseinsstufe auf der Bewußtseinsfunktionen unwillkürlicher Art, wie zum Beispiel Sinneserfahrungen manifestiert sind. 4.) Kamische Stufe. Der Bereich des Wollens. 5.) Dharma-Stufe. Der Bereich der Transzendens. Daneben geht der Buddhismus davon aus, daß es zahlreiche Weltsysteme gibt, die geeignet sind, Leben zu tragen. Jedes dieser Systeme umfaßt nach Ansicht der buddhistischen Kosmologie auch viele Dimensionen. Jede dieser Welten ist in übereinander liegende Ebenen geschichtet, die der evolutionären Stufenfolge entsprechen. (Stufe 1 - Stufe 5) In unserem
Weltsystem ist die unterste Ebene, die des sinnlichen Begehrens. (Stufe
1-3) Sie wird von den freudlosen und leidvollen Bereichen der Wiedergeburt
gebildet. Es sind:
Über
diesen beiden liegt als nächstes der Himmel der höheren Göt-ter.
Hier liegt die Archetypische- und Nichtform vor. Diese Ebene entspricht
dem spirituellen und transzendenten Bewußtsein. Hier beginnt die
Spirale zur Buddhaschaft.
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